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Faschings-Krapfen, ein süßes Vergnügen

Besonders in der Karnevalszeit sehr beliebt: Krapfen und Berliner. Woraus besteht das Gebäck eigentlich? Und ist es wirklich so ungesund?


Welcher Jeck kann einem süßen Krapfen schon widerstehen?

Rosa, weiß, schokoladig, puder-verzuckert oder süß glasiert. Krapfen gibt es in vielen herrlichen Varianten. Aber eines haben alle gemeinsam – sie schmecken köstlich! Naja, nur in Sachen gesunde Ernährung schneidet die Leckerei nicht besonders gut ab. "Da spielt es keine Rolle, ob mit Marmelade oder Vanillecreme gefüllt. Mit Zucker- oder Schokoladenguss. Kalorienarm sind sie alle nicht", so Antje Gahl, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn.

Die Zutaten


Woraus bestehen die süßen Teilchen denn überhaupt? "Die Grundlage ist ein leichter Hefeteig aus guten Zutaten. Zum Beispiel braucht man Eigelb, Hefe, Zucker und Milch", erklärt der Münchner Konditoreimeister Rudolf Lang. "Aber das Wichtigste ist ein gutes Fett zum Ausbraten. Ich verwende Erdnussfett", so der Zuckerbäcker stolz.


Leider fett- und kalorienreich

Krapfen kommen nämlich nicht in den Backofen, sie werden in heißem Fett frittiert. "Dadurch verdoppelt sich der Fettgehalt der Rohmasse beinahe. Das bedeutet dann durchschnittlich elf Gramm pro Krapfen", so Gahl. Ein Krapfen hat je nach Größe und Zutaten rund 300 Kilokalorien. "Aber ab und zu kann man sich ruhig mal einen gönnen", fügt sie hinzu.

Die Füllung

Wenn der Hefeklops sein Fettbad genommen hat, verpasst ihm Lang noch eine köstliche Füllung. Verschiedene rote Marmeladen, Marillenmus oder Vanillepudding stehen zur Auswahl. "Dann wälze ich das Gebäck noch in Zucker. Und zwar erst in Zimtzucker und dann in Puderzucker", verrät der Konditor sein Geheimnis. Alle anderen Überzüge findet er nämlich "grauslig".

Woher kommt der Name?

Krapfen sind eine äußerst beliebte Nascherei. Die weit verbreitete Fangemeinde hat dem Gebäck die unterschiedlichsten Bezeichnungen beschert. Die Berliner nennen sie Pfannkuchen, in Norddeutschland heißen sie Berliner. Im Südwesten der Bundesrepublik bestellt man beim Bäcker Fastnachtsküchle. Das kommt daher, da das Gebäck vor allem in der Faschingszeit besonders beliebt ist.

Wieso zur Karnevalszeit?


"Nach dem kalten Winter buken die Bauersfrauen gerne das fettige Gebäck. Das war in Bayern Tradition", erklärt Konditor Lang. So sollten wohl alle wieder zu Kräften kommen. "Außerdem gönnte man sich die klebrigen Köstlichkeiten auch gerne noch schnell vor der Fastenzeit", fügt Gahl hinzu. So fiel das hungrige Darben etwas leichter.



Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de; 29.01.2010, aktualisiert am 03.02.2012
Bildnachweis: Fotolia/Blue Sign

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